Ellur
Die britische Songwriterin Ellur (bürgerlich Ella Megan McNamara) gehört zu den spannendsten Indie‑Pop-Neuentdeckungen der letzten Jahre. Ihre Musik bewegt sich stilistisch zwischen gitarrengetriebenem Indie-Pop, Alt‑Folk und Americana-Einflüssen, oft getragen von einer warmen, leicht rauen Stimme, die Verletzlichkeit und Kraft verbindet. Charakteristisch ist dabei der Kontrast zwischen eingängigen, melodischen Arrangements und sehr persönlichen, introspektiven Texten über mentale Gesundheit, Selbstzweifel und das Erwachsenwerden. Kritiker verorten sie klanglich in der Nähe von Künstlerinnen wie Holly Humberstone oder Sharon Van Etten, während Einflüsse von Bands wie The War on Drugs oder klassischem britischem Gitarrenpop immer wieder durchscheinen.
Mit ihrem Debütalbum At Home In My Mind (Februar 2026) konnte Ellur diese Ansätze erstmals auf Albumlänge bündeln und viel positive Resonanz einfahren. So spricht Far Out von einem „glowing debut“, das ihr gewachsenes Songwriting überzeugend zusammenführt, während Clash die Platte als „reflective, dream-like debut“ lobt, das den Zeitgeist treffe. Weitere Stimmen heben die emotionale Ehrlichkeit hervor: NARC bezeichnet das Album als „accomplished and cathartic debut“, und Boot---Music beschreibt es als „reflective, yet hopeful embodiment“ der Unsicherheiten der frühen Zwanziger. Insgesamt gilt das Album als vielversprechender Einstieg einer Künstlerin, die schon zuvor mit EPs, BBC‑Airplay und Festivalauftritten (u. a. Leeds Festival, SXSW) Aufmerksamkeit erzeugt hatte und als Support für Acts wie Kaiser Chiefs oder Supergrass spielte. Dass sie 2026 bereits ihr erstes Chart-Album platzieren konnte und zuvor mehrfach als „one to watch“ gehandelt wurde, unterstreicht ihren Status als aufstrebende Größe im britischen Indie-Pop.
